BVZ Frankfurt warnt vor Einsparungen bei Bildung und Teilhabe von Kindern
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Gute Bildung für Kinder darf nicht unter Sparvorbehalt stehen
Frankfurt, 20. April 2026. Die BVZ GmbH, Frankfurts großer freier Träger von Kindertageseinrichtungen, sieht aktuelle Überlegungen zu Einsparungen in der Kinder- und Jugendhilfe mit großer Sorge. Viele der diskutierten Maßnahmen betreffen unmittelbar die Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern im Alter von 0 bis 12 Jahren – also genau die Phase, in der entscheidende Grundlagen für Bildungserfolg, gesellschaftliche Teilhabe und individuelle Entwicklung entstehen.
Grundlage der aktuellen Diskussion ist ein aktuelles Arbeitspapier von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden. Dieses enthüllt dem Paritätischen Gesamtverband zufolge drastische Kürzungspläne in der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Eingliederungshilfe in einer Höhe von mindestens 8,6 Milliarden Euro, wobei viele vorgeschlagene Maßnahmen in ihrem finanziellen Umfang noch nicht ermittelt sind. Der Paritätische kritisiert insbesondere, dass entsprechende Überlegungen bislang ohne ausreichende Einbindung zentraler fachlicher Akteure und weitgehend außerhalb der öffentlichen fachpolitischen Diskussion erfolgt sind.
Aus Sicht der BVZ können aber tragfähige Lösungen für die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe nur gemeinsam mit Trägern, Fachkräften und weiteren relevanten Akteur*innen gefunden werden. Dafür ist eine offene, fachlich fundierte Debatte mit allen Beteiligten und Akteur*innen Grundvoraussetzung.
In dem Arbeitspapier stehen folgende Punkte zur Diskussion und Disposition:
- mögliche Veränderungen bei Qualitätsstandards in der Kindertagesbetreuung
- Einschränkungen individueller Förder- und Unterstützungsleistungen für Kinder
- Verzögerungen beim Ausbau verlässlicher Ganztagsangebote im Grundschulalter
- strukturelle Anpassungen im Bereich der Hilfen für junge Menschen
Diese Bereiche betreffen zentrale Voraussetzungen für Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe. „Wer bei Bildung spart, spart an der Zukunft unserer Gesellschaft“, erklärt Christian Strickstrock, Geschäftsführung der BVZ: „Kinder brauchen verlässliche Bildungsorte, qualifizierte Fachkräfte und individuelle Förderung. Gute Bildung entsteht nicht unter Sparvorbehalt.“
Gerade in einer wachsenden Stadt wie Frankfurt sind verlässliche Bildungs- und Betreuungsangebote entscheidend für Integration, Chancengleichheit und Fachkräftesicherung. Frühkindliche Bildung trägt wesentlich dazu bei, damit Kinder ihre Potenziale entfalten und aktiv an der Gesellschaft teilhaben können. Die BVZ betont, dass Bildungsprozesse nicht mit dem Schuleintritt enden. Auch im Grundschulalter benötigen Kinder stabile pädagogische Begleitung und verlässliche Rahmenbedingungen. „Zukunft beginnt in der Kita – und hört nach dem Schuleintritt nicht auf. Wer Bildungsqualität schwächt, schwächt langfristig unsere gesellschaftliche Entwicklung“, so Christian Strickstrock weiter.
Die BVZ spricht sich für eine verlässliche Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe aus, die Qualität sichert, Fachkräfte stärkt und individuelle Förderung ermöglicht. Investitionen in Bildung sind Investitionen in gesellschaftliche Stabilität, wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit und demokratische Teilhabe.
Kontakt für die Medien:
Wenn Sie weitere Informationen oder Fragen haben, melden Sie sich gerne per E-Mail: erna.mueller@bvz-frankfurt.org oder telefonisch 069 / 219 367-1180.
Über die gemeinnützige BVZ GmbH
Die gemeinnützige BVZ GmbH betreibt als große freie und unabhängige Trägerin von Kindertageseinrichtungen in Frankfurt 149 Kitas mit 6300 Betreuungsplätzen für Kinder im Alter von drei Monaten bis zwölf Jahren. Sie beschäftigt inklusive Hauswirtschafts- und Zusatzkräften mehr als 2100 Mitarbeitende. www.bvz-frankfurt.info
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