Ferienprogramm: Auf Zeitreise im Hessenpark bei den Schauspielführungen

Ausflugstipps

11.08.2025

Wer in der letzten Sommerferienwoche auf Zeitreise gehen will, ist bis Sonntag, 17. August, im Freilichtmuseum Hessenpark genau richtig. Zu den Tagen der Schauspielführungen stehen verschiedene Szenarien zur Wahl: Als Museumsgäste in die Märchenwelt der Brüder Grimm eintauchen, in den 1950er-Jahren auf Landbriefträger Rudi treffen oder im 19. Jahrhundert miterleben, welche Folgen die Aufhebung des Zunftzwangs für Handwerker hatte. Zeitsprünge und Mehrfach-Besuche werden dringend empfohlen.

In der letzten Woche der hessischen Sommerferien stehen im Freilichtmuseum Hessenpark in Neu-Anspach die  Tage der Schauspielführungen auf dem Programm. Bis kommenden Sonntag, 17. August, stehen verschiedene Szenarien an, an sich die die Besuchenden beteiligen und live miterleben können.

Montag, 11., Donnerstag, 14., und Samstag, 16. August:  Arbeit bringt Brot, Faulheit bringt Not

Durch die Einführung der Gewerbefreiheit und die Aufhebung der Zünfte im 19. Jahrhundert verloren zahlreiche Handwerker ihren ursprünglichen Beruf. Ebenso machten sich die Neuerungen der industriellen Revolution im wirtschaftlichen Leben immer mehr bemerkbar. Von Armut bedroht, stürzen sich Stellmacher Herrmann Orth und seine Frau Elisabeth in jede erdenkliche Arbeit. Können Erfindungsreichtum und Emsigkeit die beiden vor dem sozialen Niedergang bewahren?

Dienstag, 12. August: Märchenführung

Es war einmal … Tief in die Märchenwelt der Brüder Grimm geht es für die Museumsgäste bei dieser Führung. Gemeinsam lauschen sie den alten Geschichten von Zwergen, Prinzessinnen, Riesen, Fröschen und anderen wundersamen Wesen. Auf Schritt und Tritt gibt es dabei Hinweise zu entdecken. Schließlich stammen die Gebäude und Gegenstände im Freilichtmuseum aus Zeiten, in denen sich die Menschen diese Märchen erzählt haben – und noch heute erzählen, wenn sie nicht gestorben sind…

Mittwoch, 13., und Freitag, 15. August: Entwurzelt – fünf Frauen in der Fremde

Die hessische Geschichte kennt viele Schicksale von Ein- und Auswanderung. Zu verschiedenen Zeiten gab es immer wieder neue Motive und Impulse für Menschen, ihre Heimat zu verlassen. Während in der Geschichtsschreibung oft männliche Perspektiven im Fokus stehen, waren Frauen jedoch nicht minder betroffen von Flucht, Vertreibung, Hunger und Armut. Unser Museumstheater nimmt deshalb fünf Biografien von Frauen in und aus Hessen in den Blick, deren Schicksale trotz unterschiedlichster Lebensumstände eng miteinander verbunden sind.

Sonntag, 17. August: Rudi, der Landbriefträger

„Nirgendwo“, ein Dörfchen im Taunus in den 1950er-Jahren. Die Ära der Landbriefträger neigt sich ihrem Ende zu. Die stetige Modernisierung der Deutschen Bundespost macht die Postboten auf dem Land zusehends überflüssig. Doch Rudi, ein heiterer Zeitgenosse, möchte das nicht wahrhaben. Stolz blickt er auf seiner täglichen Postroute durch das Dorf auf die vergangenen Jahrzehnte des ländlichen Postwesens zurück.

Ferienprogramm: Tage der Schauspielführungen, bis 17. August. Die Führungen beginnen um 13 und 15 Uhr, Treffpunkt ist jeweils der Brunnen auf dem Marktplatz.

Anschrift: Freilichtmuseum Hessenpark, Laubweg 5, 61267 Neu-Anspach/Taunus

Eintrittspreise: Erwachsene 11 Euro, Kinder ab 6 Jahren 1 Euro, Familienkarte 22 Euro / halbe Familienkarte 11 Euro. Die Schauspielführungen sind im Eintritt inklusive.

Telefon: 06081 588-0

E-Mail: service@hessenpark.de

www.hessenpark.de

Sonja Thelen (UK) / Quelle: PM Hessenpark

Bei den Tagen der Schauspielführungen können die Besuchenden im Freilichtmuseum Hessenpark
am Sonntag, 17. August, Landbriefträger Rudi treffen. Foto: Harald Kalbhenn