Zehn Jahre Wolkenhüpfer – verlässliche Anlaufstelle für Kinder und Familien
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Weltoffen und bunt wie der Stadtteil Griesheim: Das zeichnet die Kita „Wolkenhüpfer“ aus, die jetzt im November auf ihr zehnjähriges Bestehen zurückblicken kann. Froh zeigt sich Leiterin Amal Akzouli, dass nach einer etwas trubeligeren Zeit sich die Einrichtung wieder im ruhigen Fahrwasser bewegt. Wenngleich auch diese Zeit Neue bringt: Denn just im Jubiläumsjahr erweitern die „Wolkenhüpfer“ ihren Kindergartenbereich um eine zweite Krabbelstubengruppe. Dafür hat das Stadtschulamt vor kurzem grünes Licht gegeben.
Mit einem Blitzlicht startet die Kita „Wolkenhüpfer“ in den Tag. Doch damit ist nicht die tagtägliche Fotosession gemeint, sondern der Moment morgens im Team „wo wir miteinander besprechen, was an dem Tag ansteht“, erzählen Leiterin Amal Akzouli und ihr Stellvertreter Bastian Kockisch. Denn hinter den Wolkenhüpfern liegt eine turbulentere Umbruchsituation mit personellen Veränderungen in den vergangenen knapp zwei Jahren. „Es ist schön zu sehen, wie wir uns nach dieser Phase des Umbruchs wieder mehr im ruhigen Fahrwasser bewegen. Vor allem achten wir sehr auf den Zusammenhalt und das Miteinander im Team und legen Wert auf einen konstruktiven Arbeitsmodus“, sagt Amal, die bereits seit acht Jahren in der Griesheimer Einrichtung arbeitet und seit Februar 2024 leitet. Seit Beginn an dabei ist Sylvia Hufer. „Beim kleinen Sommerfest hat sie die zehn Jahre Wolkenhüpfer Revue passieren lassen und sich gerne an das volle Haus erinnert“, erzählt Amal.
Und ausgerechnet im Jubiläumsjahr stehen aktuell weitere Veränderungen an: Nachdem die Wolkenhüpfer bislang nur eine Kindergartengruppe hatte, soll es künftig zwei und im Gegenzug eine Krabbelgruppe weniger geben. Schritt für Schritt erweitert die Einrichtung in der Straße Zum Linnegraben nun wieder ihre Platz-Kapazitäten zunächst mit einer Kindergarten- und einer Krabbelstubengruppe. Sobald diese belegt sind und die Kinder sich eingewöhnt haben, folgen entsprechend weitere Gruppen.
Schon seit mehreren Jahren war die Erhöhung der Kindergartenplätze Thema in der Einrichtung und mit Mark Lumbeck als zuständiger Regionalleiter. „Es war für die Eltern der Krabbelstubenkinder immer problematisch, dass sie wegen der sehr beschränkten Anzahl Kindergartenplätze nicht wussten, ob ihre Kinder die Kita wechseln müssen, sobald sie drei Jahre alt sind. Schwierig war es vor allem für Familien mit mehreren Kindern, die in verschiedenen Einrichtungen untergebracht waren“, erklärt Amal. Da sich aber in dem Gebiet die Nachfrage nach Betreuungsplätzen im Kindergartenalter erhöht habe, habe das Stadtschulamt vor kurzem für die zusätzliche Gruppe grünes Licht gegeben. Zuvor hatten die Vertretenden der Stadt bei einer Begehung die Einrichtung samt Außengelände und sanitären Anlagen unter die Lupe genommen „und es dann abgesegnet“, freut sich Amal.
Vor allem erhöhe sich für die Eltern durch die Erweiterung des Kindergartenbereichs die Platzgarantie beim Übergang von der Krabbelstube in den Kindergarten. „Auch für uns als Kita ist ein Vorteil. Wir können den Kindergarten und vor allem die vorschulische Phase pädagogisch besser weiterentwickeln“, betont Amal: „Und vor allem macht es uns als Einrichtung für die Familien mit mehreren Kindern attraktiver. Das ist für sie Gold wert.“ Bislang habe es „nur positive Reaktionen darauf gegeben“, ergänzt ihr Stellvertreter Bastian: „Wichtig sei, auch künftig die Kontinuität zu wahren. Bei uns kennen alle Kolleginnen und Kollegen alle Kinder und ihre Familien.“
In der pädagogischen Arbeit orientiert sich das 14-köpfige Team „nah am Kind, wertschätzend, respektvoll und auf Augenhöhe“, so Amal. Die Kolleg*innen nehmen jedes Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen und Interessen wahr, begleiten und fördern es, um sich zu einem selbständigen Menschen mit einem positiven Selbstbild entwickeln zu können. Egal ob Krabbelstube oder Kindergarten: Während des Tages gibt es weiterhin viele Berührungspunkte der unterschiedlichen Altersgruppen. So können sich auch Geschwisterkinder, zum Beispiel während der Eingewöhnung, gegenseitig unterstützen“, veranschaulicht Amal. Gerade im „kunterbunten Griesheim“, wo viele Familien aus unterschiedlichsten Kulturen leben, zum Teil in engen Wohnverhältnissen, „ist die Kita für die Familien eine wichtige, sichere und verlässliche Anlaufstelle. Dafür sind wir da“, betont Amal. Ebenso besuchen Kinder aus Schwanheim, Sachsenhausen, Bockenheim oder dem Nordend die Wolkenhüpfer, „da unsere Einrichtung für die Eltern auf dem Heimweg liegt“.
Text: Sonja Thelen (UK) / Fotos: BVZ-Kita Wolkenhüpfer


