Kita Loftikus: Neues Außengelände nimmt Gestalt an

Aktuelles

11.09.2025

Eine Baustelle ist aktuell das Außengelände der BVZ-Kita Loftikus in Sachsenhausen. Noch! Aber voraussichtlich Anfang Oktober ist der neue Outdoor-Spielbereich fertig umgestaltet und die Kinder können ihn für sich erobern. Doch die Umgestaltung des Areals – zwischen Bahndamm, dem Gebäude der einstigen Seifenfabrik und heutigen Kita sowie der Offenbacher Landstraße – ist durchaus eine bauliche wie logistische Herausforderung. Davon kann die Einrichtung, deren Team sich mit vielen eigenen Ideen eingebracht hat, nur ein Liedchen singen. Zeit für einen Zwischen-Baubericht!

Wo bis vor wenigen Wochen die Kinder aus der Kita Loftikus gespielt, geklettert und gerutscht sind, ist jetzt eine Baustelle. Doch es ist schon gut zu erkennen, was dort entsteht. Die neuen Holz-Klettergeräte mit Balancier-Tellern und Mini-Rutsche stehen bereits. Auch die neue Liegeschaukel, auf der zudem Kinder mit Beeinträchtigungen auf ihre Kosten kommen, ist schon installiert. Im hinteren Eck des trichterförmigen Spielbereichs ist der Kollege von Bauleiter Salvatore Licari von der Gala-Baufirma Roland Müller aus Frankfurt-Zeilsheim dabei, einen kurzen geschwungenen Weg weiter zu pflastern. „Hier sollen später die Kinder mit ihren Bobbycars fahren können. Daher wird ein Weg gepflastert, während die übrigen Bereiche mit Sand aufgefüllt werden“, beschreibt Kita-Leiterin Sandra Weber. Heute ist Ortstermin, gemeinsam mit dem Bauleiter, Webers Stellvertreterin Jennifer Zuckermann und Benjamin Landmann vom Facility Management in der BVZ-Geschäftsstelle. Prüfend lassen sie den Blick über die Baustelle schweifen. Auch wenn es noch ein paar Wochen dauern wird, sind sie mit dem Baufortschritt sehr zufrieden. Denn hinter ihnen liegen durchaus herausfordernde Momente: zum einen, um das Projekt der Um- und Neugestaltung überhaupt auf den Weg zu bringen, und zum anderen während der Realisierung.

Alles nahm seinen Anfang Ende 2023, berichten Sandra Weber und Benjamin Landmann. Da einige der Spielgeräte, mit denen das Außenareal seit der Eröffnung 2011 ausgestattet war, witterungsbedingt überholungsbedürftig waren entschieden Einrichtung und Kita-Träger BVZ, das Areal neu auszustatten. Denn die Instandsetzungskosten wären im Vergleich zu neuen Geräten unverhältnismäßig hoch gewesen. Bei einem Vor-Ort-Termin mit dem Stadtschulamt, „erkannte die Stadt, dass Handlungsbedarf bestand und eine Grunderneuerung angebracht wäre“, berichtet die zuständige Regionalleiterin Nile Fischer. Um diese finanzieren zu können, stellte das Facility Management der BVZ bei der Stadt einen Antrag auf „Bestandserhalt“.  

Doch zuvor „haben wir im Team gemeinschaftlich überlegt und entschieden, was für uns bei der künftigen Gestaltung wichtig wäre“, erzählt Sandra Weber. „Die Barrierefreiheit hatte für uns eine große Priorität, da wir künftig noch inklusiver sein wollen. Wichtig war uns ebenso, dass die verschiedenen Altersgruppen bei den Spielgeräten auf ihre Kosten kommen, die Geräte lange haltbar sind und das Areal möglichst nachhaltig gestaltet ist. Auch wünschten wir uns ein Trampolin, einen Bereich mit Wasser und mehr Schatten.“ So verfügt die Kita Loftikus über 73 Plätze (drei Krabbelstuben- und zwei Kindergartengruppen).  An sich sollte es bereits in der ersten Jahreshälfte 2024 mit der Umgestaltung losgehen. Doch daraus wurde nichts. Das Angebot, das ihnen von einem Spielgeräte-Hersteller vorgelegt wurde, war viel zu teuer und entsprach nicht den Vorstellungen der Kita. Sie entschied, das Projekt um ein Jahr zu schieben. In der Zeit suchte sie sich einen geeigneteren Hersteller, der ein besseres Angebot vorlegte. Auch nutzte Benjamin Landmann die Zeit, um weitere Töpfe für Zuschüsse anzuzapfen, etwa beim Klimareferat: So werden auf dem Areal noch fünf klimaresiliente Bäume, so genannte „Lederhülsenbäume“, gepflanzt.

Im März kam der Bewilligungsbescheid der Stadt. So belaufen sich die Gesamtkosten auf mehr als 100.000 Euro – inklusive eines Eigenanteils der BVZ. Und danach ging es auf einmal ganz flott. Naja, so relativ. Jedenfalls rückte die Gartenbaufirma im Juli mit ihrem Gerät an und legte los. Zunächst mussten die alten Geräte demontiert und der Bodenbelag entfernt werden. „30 Kubikmeter Schotter haben wir hier rausgeholt. Wegen der schwierigen und sehr schmalen Zufahrt mussten wir 40 Mal anrücken. Das hat ein paar Wochen gedauert“, beschreibt der Bauleiter Salvatore Licari. Hinzu kamen ein paar böse Überraschungen im Untergrund: Betonplatten, die nirgendswo verzeichnet waren, aber aufgebrochen und ebenfalls entfernt werden mussten. Auch ist das Spielareal etwas kleiner, als zunächst kalkuliert, sodass auf eine freistehende Rutsche verzichtet werden muss. „Aber das kleinere Klettergerüst hat eine Rutsche. Somit haben wir eine“, sagt Sandra Weber. Und mittlerweile geht es gut voran, sodass die Vorfreude bei den Kindern auf ihr neues und erlebnisreiches Außengelände zusehends größer wird. Im Oktober, so hoffen alle Beteiligten, kann Eröffnung gefeiert werden.

Text: Sonja Thelen (UK) / Fotos: BVZ-Kita Loftikus & Sonja Thelen