Was Mund-Nasen-Schutz mit Kindern machen kann und warum Kalle jetzt eine Sonnenbrille trägt

                                                   

Wie Kinder mit dem Thema Corona und der mittlerweile allgegenwärtigen Mund-Nasen-Bedeckung umgehen, schildern wir hier am Beispiel der Krabbelstube Klanghafen im Frankfurter Ostend. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Krabbelstube befindet sich die Musikakademie Dr. Hoch‘s Konservatorium, daher die Namensgebung. Das Team der Krabbelstube Klanghafen folgt in der pädagogischen Arbeit den Grundsätzen des Situationsansatzes und auf Musik wird besonders viel Wert gelegt. 

Die pädagogischen Mitarbeiter*innen der Kita Klanghafen aus der Gruppe Zauberflöte beobachten wie ein Krabbelstubenkind, ein kleiner Junge, nennen wir ihn Kalle, anscheinend erstmals bewusst wahrnimmt, dass seine Bezugsperson einen Mund-Nasen-Schutz trägt. Sein Interesse richtet sich auf die Augen. Er stellt fest, dass Augen unterschiedlich sind und Unterschiedliches aussagen. Die Frage nach der Bedeutung der Augen lässt ihn nicht los.

Immer wieder kann das Team der Kita Klanghafen beobachten, welch geniale Beobachter und Forscher Kinder sind. Haben wir Erwachsenen uns beispielsweis nicht alle schon mal gefragt, wer sich hinter diesen Mund-Nasen-Schutz-Augen verbirgt? Ist der Blick ernst oder entspannt? Ist das vielleicht die Nachbarin Frau Müller? In unserem dichten Alltag befassen wir uns nur kurz mit solchen Fragen. Aber Kalle lässt die Frage nicht los. Er will mehr wissen. Der Sache auf den Grund gehen.

Seine Erzieher erkennen, dass Kalle sich mit einem Schlüsselthema der Corona-Zeit beschäftigt. Dass seine Neugier und sein Interesse, sich mit dem Thema „Augen“ vertiefter zu beschäftigen, hoch sind.

Deshalb eröffnen die pädagogischen Mitarbeiter*innen der Kita Klanghafen Lernsituationen, die das Interesse von Kalle und der anderen Kinder fördert. Die Augen von Kindern und Bezugspersonen werden fotografiert und die Fotos ausgestellt. Die Kinder betrachten die unterschiedlichen Augen nun genau, sie thematisieren ihre Beobachtungen, vergleichen die Augen und ordnen sie bestimmten Gruppen zu. Es gibt große und kleine Augen, lachende und traurige Augen. Eine der neuen Erkenntnisse ist, dass man ganz anders aussieht, wenn man nur die Augen betrachtet. Das ist auch für die Erwachsenen spannend. Und so entsteht ein sehr interessanter Dialog mit zahlreichen neuen Wahrnehmungen für „Groß und Klein.“

Die „Augentage“ waren sehr intensiv. Doch was passierte dann? Kalle kommt seitdem nur noch mit Sonnenbrille in die Einrichtung. Warum er das tut, bleibt sein Geheimnis. Es heißt ja manchmal „Unsere Augen sind Ausdruck unserer Seele“. Schlaue Tarnung Kalle!

 

Nasaria Makey (Öffentlichkeitsarbeit)

 

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